Baltic Sparrows: Ulmer Spatzen weit im Norden

25. Mai 2018

7.500 Kilometer, sechs Freunde aus Ulm und eine Rallye, die die Welt verändert. So heißt es im Flyer der „Baltic Sparrows“, die ab 16. Juni auf dem „Baltic Sea Circle“ einmal die Ostsee umrunden. Um was es den Jungs dabei geht und welche Challenges auf die Ulmer warten...

 

Die Baltic Sparrows: Das sind Armin, Dominik, Marco, Marius, Martin und Nico. Sie kennen sich über Studium und Arbeit und möchten zusammen unter anderem über Norwegen, Finnland und Russland um die Ostsee fahren. Der Startschuss für rund 260 Teams fällt am 16. Juni in Hamburg. Die Ulmer starten mit den Startnummern #1 und #2 in einem T4 und einem Golf 3 Kombi.

 

Die Regeln

  •   7.500 Kilometer in 16 Tagen um die Ostsee, Start und Ziel ist Hamburg
  •  Autos: Mindestens 20 Jahre alt
  •  Codex: Kein GPS, kein Navi, keine Autobahn

Es gibt ein Roadbook, das jedes Team beim Start in Hamburg überreicht bekommt. Das Buch ist voll Challenges und Etappenvorschlägen. Gewinnen tut am Ende nicht der Schnellste, sondern der, der den Codex am besten eingehalten hat und am meisten Challenges kreativ gelöst hat.

 

Marco erzählt von einer Challenge, die in etwa so aussieht, dass man eine Ziege am Steuer seines Wagens fotografieren muss. Wie man die Ziege in das Auto bewegt, bleibt den Teams selbst überlassen. Klingt auf jeden Fall nach einer Portion Spaß und Herausforderung!

 

Das erste Treffen aller Teams auf den Lofoten soll übrigens ein ganz besonderes Ereignis sein. Hier feiern sie ihren ersten Meilenstein zusammen. „Generell ist die Stimmung untereinander sehr gut“, sagt Nico. „Es gibt Facebook-Gruppen in denen man sich über Routen und die Vorbereitung austauscht. Man gibt sich gegenseitig Tipps und hilft aus, wenn jemand ausfällt. Den meisten geht es nicht ums Gewinnen.“ Marco: „Viele haben eine ganz falsche Vorstellung davon, was eine Rallye eigentlich ist und denken, dass sei mit viel Stress und Konkurrenzdenken verbunden. Dabei geht es den Leuten, die mitmachen, im Grunde um das Abenteuer und das gemeinsame Erlebnis, das man hat, weil man sich vielleicht mal verfährt ohne Navi und auf Leute trifft, denen man sonst nicht begegnet wäre. Die Leute, die da mitmachen, sind irgendwie alle vom gleichen Schlag.“

Das zeigt sich auch darin, dass jedes Team als Teilnahmevoraussetzung 750 € für Charity Projekte eintreiben musste. Den Spendenzweck durften sich die Teams selbst aussuchen. Die Ulmer haben sich für ein Umweltthema „Wildbienen“ und ein soziales Thema „Krebshilfe“ entschieden.

 

Martin: „Wir haben die Sache etwas größer aufgezogen, Flyer gestaltet, einen eigenen Social Media Auftritt gebastelt, einfach aus dem Grund, dass wir das Maximum an Spenden rausholen wollten. Leider war die Rückmeldung auf Spendenanfragen in der Region nicht so berauschend. Wir haben aber zum Glück ein paar Firmen gefunden, die uns unterstützen, sei es mit einer Geldspende oder zum Beispiel mit Utensilien, die wir für die Reise benötigen.“

 

Eine schöne Sache: Reisen für den guten Zweck mit Support aus der Region. Ich finde, die Jungs haben es verdient, dass man sie auf diesem Trip - der sich einer ihrer ereignisreichsten sein wird - supported. Ihr auch?

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